| 1961 |
1.10. Eröffnung des
Zweitakt-Motorrad-Museums auf der Augustusburg, an dessen Entstehung Rudolf Hiller großen
Verdienst hat. Mit 12 Klassensiegen und dem Gesamtsieg bei der Österreichischen
Alpenfahrt durch Werner Salevsky und bei der Internationalen Zweitagefahrt in
Oerebro/Schweden durch Horst Liebe sowie 28 Goldmedaillen machen die Zschopauer
Geländesportler immer nachdrücklicher auf sich aufmerksam. Nach erfolgreichen Verlauf
der Straßenrennsaison für MZ bis zum Herbst (14 Klassensiege durch Brehme, Fischer,
Musiol und Degner) macht Degner beim vorletzten Weltmeisterschaftslauf die Hoffnung auf
den Gewinn der Weltmeisterschaft in der 125er-Klasse zunichte, indem er absichtlich das
Triebwerk seiner MZ zerstört. Gekauft, verläßt er MZ und liefert noch wichtige
Unterlagen dem japanischen Konzern Suzuki aus.
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| 1962 |
Mit Jahresbeginn läuft die
Produktion der RT 125 aus. In 12jähriger Produktion wurden 310.800 Motorräder dieser
Type gefertigt, von denen 64.000 in den Export gingen. An ihre Stelle trat die ES 125/150.
Die ES 175/1 erschien wie die ES 250 mit verstärkter Motorleistung. 3.12. Inbetriebnahme
der neuen Galvanik. Die MZ-Straßenrennmaschinen kann durch Fischer, Brehme, Musiol, den
Ungarn Szabo und erstmals Klaus Enderlein 15 Klassensiege erringen. Auch die
Geländesportler erreichen 7 Klassensiege und erneut den Gesamtsieg in Österreich durch
Werner Salevsky.
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Werner Musiol (144) und Walter Brehme
(143) 1962 vor dem Start auf dem Sachsenring

MZ-ES 125 in einer Sonderausführung
für Thailand
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| 1963 |
In der Polierschleiferei ist durch
Einsatz mechanischer Schleifeinrichtungen manuelle Fertigung weitgehend beseitigt. Es
erfolgt der Einbau einer automatischen Phosphatieranlage und einer Fließstraße mit
elektrostatischer Lackierung und Infrarot-Trockenöfen. In die 9 Klassensiege der
Straßenrennsportler auf MZ teilen sich Enderlein, Fischer, Musiol, Szabo und Mike
Hailwood. Mit dem Gewinn der Trophy bei der Internationalen Sechstage-Fahrt in Spindleruv
Mlyn/CSSR durch die DDR-Nationalmannschaft - alle auf MZ - mit Werner Salevsky, Peter
Uhlig, Bernd Uhlmann, Horst Lohr, Hans Weber und Günter Baumann beginnt eine beispiellose
Erfolgsserie, die mit fünf weiteren Trophy - Siegen fortgesetzt wird: 1964 Erfurt -
DDR-Mannschaft in gleicher Besetzung wie 1963 1965 Isle of man/England - Neu dabei:
Karl-Heinz Wagner, 1966 Schweden, 1967 Zakopane, 1969 Garmisch-Partenkirchen
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| 1964 |
Von den 18 Klassensiegen im
Straßenrennsport zählt der von Alan Shepherd auf der Viertelliter-MZ in Daytona
Beach/USA herausgefahrene Sieg beim Weltmeisterschaftslauf besonders. Mit Heinz Rosner und
Dieter Krumpholz sind weitere talentierte Fahrer zum MZ-Werks-Rennteam gestoßen.
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Der Sieg von Alan Shepherd
auf der MZ-Viertelliter-Rennmaschine beim WM_Lauf in Daytona Beach/USA zählt zu den
bedeutendsten Erfolgen mit Zschopauer Rennzweitaktern.
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| 1965 |
Nach Betriebsteil Mühlbach (1963)
kommt das Lager Niederau zu MZ. Das Motorradwerk Zschopau erreicht die höchste
Jahresproduktion, an Motorräder: 90.000. - ES 125, 44.000 - ES 175 15.000 - ES 250 31.000
Von 1961 bis 1971 werden 256.928 MZ Motorräder exportiert. Viele Neuerungsvorschläge von
Werksangehörigen bringen Nutzen in Millionenhöhe. Die Fertigungszeit pro Motorrad (ES
250) wird von 28,7 Stunden (1961) auf 24,2 Stunden gesenkt.
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| 1966 |
Werner Salevsky gewinnt nach 1961,
1962, den Alpenpokal zum dritten Mal.
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| 1967 |
Horst Lohr, Bernd Uhlmann und
Karl-Heinz Wagner holen sich in ihrer Klasse den Europa-Pokal.
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| 1968 |
Peter Uhlig auf der MZ 175 und Werner
Salevsky auf der MZ 250 werden Europameister im Motorgeländesport
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| 1969 |
Als verbesserte Modelle werden die ES
125/1 und ES 150/1 gefertigt. Mit den gleichen Motoren wie die ES-Typen rollen die
ETS-Modelle mit Telegabelfahrwerk vom Band. Mit der MZ ETS 250 wird die Ablösung der
MZ-Vollschwingenfahrzeuge eingeleitet.
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 In den
60er Jahren erreichen die Fahrer mit den MZ-Geländemaschinen eine beispiellose
Erfolgsserie bei den Internationalen Sechtage-Fahrten mit dem Gewinn der Trophy 1963,
1964, 1965, 1966, 1967 und 1969
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| 1970 |
21.06. - Das Einmillionste
MZ-Motorrad seit 1950, eine ETS 250 Trophy-Sport, ist fertiggestellt. 29.200
MZ-Motorräder kommen zum Export. Das Motorradwerk Zschopau wird bei Gründung des
IFA-Kombinats für Zweiradfahrzeuge Suhl diesem zugeschlagen. Dadurch erfolgt statt einer
Verkürzung eine Verlängerung der Verwaltungswege.
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